Produktbeschreibung

Mit dem DRBFM Formblatt wird der Erkenntnis Rechnung getragen, dass das Fehlerpotenzial in der Entwicklung bei Produktänderungen am größten ist.

Mit der Methode DRBFM führen Sie eine kreative FMEA durch

Die Methode DRBFM (Design Review Based on Failure Mode) hat ihren Ursprung in der Erkenntnis, dass Entwicklungsänderungen das höchste Fehlerpotenzial beinhalten. Prof. Dr. Yoshimura hatte im Rahmen seiner Tätigkeit im Automobilunternehmen Toyota festgestellt, dass die Kreativität der an der Entwicklung beteiligten Mitarbeiter durch die sehr starre Methodik der FMEA (Fehlermöglichkeits- und -einflussanalyse) gehemmt wurde und Fehler deshalb verborgen blieben. Deshalb wurde DRBFM mit der Idee des Freiraums durch intensive Kommunikation und offener Diskussion als Ergänzung und zur Aufwertung der FMEA entwickelt. Zur Abgrenzung der beiden Methoden wird die FMEA vor allem bei Neuentwicklungen von Produkten eingesetzt, wogegen DRBFM die Untersuchung und Absicherung von Änderungsprojekten unterstützt. DRBFM will somit durch kreatives Denken den Prozess von Entwicklungsänderungen so absichern, dass potenzielle Fehler antizipiert werden und damit verbundene Schwierigkeiten nicht entstehen können.

DRBFM-Formblatt
© Know-NOW GmbH

Die Durchführungslogik der Methode steckt im DRBFM Formblatt

Das DRBFM Formblatt leitet die Entwickler an, über die gewollten und möglicherweise ungewollten Änderungen nachzudenken. DRBFM besteht aus den folgenden Elementen, die im Formblatt abgebildet sind:

  • Analyse-Phase  (kreative FMEA)
    Erfassung gewollter und ungewollter Änderungen, Identifikation betroffener Bauteile und Funktionen, Erkennung von Problemen durch die Änderungen, Verknüpfung der Probleme mit (technischen) Ursachen.
  • Design-Review-Phase
    Untersuchung weiterer Fehlerpotenziale, konstruktive Überarbeitung zur Beseitigung der in der Analysephase erkannten Fehler, Bewertung der Produktreife.

Als Grundlage für DRBFM wurde die japanische Philosophie Mizenboushi verwendet, deren Schritte der präventiven Qualitätssicherung logisch zusammengefasst werden. Mizenboushi bedeutet übersetzt „ vorbeugende Funktionssicherheit“. Aspekte sind Good Design, Good Discussion und Good Dissection. Good Design hat zum Ziel die Komplexität des Neuen besser zu beherrschen, indem  möglichst viele bekannte Komponenten verwendet werden. Good Discussion zielt auf eine offene und kreative Diskussion der Entwickler. Good Dissection fordert die Überprüfung des Entwicklungsstandes durch Tests unter realitätsnahen Einsatzbedingungen und die Bewertung der Ergebnisse. Probleme werden analysiert, diskutiert und die Ursachen beseitigt.