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Die Lieferantenauswahl stellt einen wesentlichen Erfolgsfaktor für ein Unternehmen dar. Zugekaufte Dienstleistungen, Materialien oder Produkte beeinflussen die Qualität der eigenen Lieferungen bzw. Leistungen und den Gewinn eines Unternehmens.
Das ist unter Lieferantenauswahl zu verstehen
Ein Unternehmen muss aus einer meist größeren Anzahl möglicher Lieferanten diejenigen Lieferanten auswählen, die das größte Potenzial in die zukünftige Geschäftsbeziehung einbringen. Im ersten Schritt erfolgt typischerweise eine Anfrage, mit einem Lieferantenfragebogen, um das Potenzial des Lieferanten zu ermitteln. Um unnötige Mehrarbeit zu vermeiden, sollte diese Anfrage so exakt wie möglich formuliert sein und darauf geachtet werden, dass sie alle benötigten Unterlagen enthält.
Eine objektive Auswahl kann nur gelingen, wenn Unternehmen einen dezidierten Kriterienkatalog zur Lieferantenauswahl aufstellen und die einzelnen Kriterien für das Unternehmen ggf. noch gewichten. Wie die folgende Grafik zeigt, sollten etwa 6-10 Kriterien für die Lieferantenauswahl definiert werden, um den Arbeitsaufwand zu begrenzen.
Diese Maßnahmen folgen im Rahmen der Lieferantenauswahl
Mit den Ergebnissen der Bewertung erfolgt die eigentliche Lieferantenauswahl. Dabei stellt sich das beschaffende Unternehmen das für sich optimale Portfolio an Zuliefererfirmen zusammen. Das Unternehmen trifft nun, ggf. mit Hilfe einer Nutzwertanalyse, die Entscheidung, welcher Lieferant ausgewählt wird. Zur Aufnahme einer Geschäftsbeziehung erfolgen folglich Verhandlungen mit den ausgewählten Lieferanten, um angemessene Konditionen zu erzielen. Im Falle sehr wichtiger Lieferanten finden ggf. noch Lieferantenaudits statt, um die Angaben des Lieferanten vor Ort zu verifizieren. Alternative finden zusätzlich noch Tests mit Musterlieferungen statt.
Achtung, Auswahl und Bewertung und ist nicht das Gleiche
Bei der Lieferantenbewertung überwacht und beurteilt ein Unternehmen die Leistung eines bereits ausgewählten Lieferanten. Dies erfolgt auf der Grundlage von Kriterien, die für die Zusammenarbeit relevant und kann regelmäßig stattfinden. Weitere Informationen finden Sie unter dem Begriff Lieferantenbewertung.
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In unserem Webshop finden Sie Arbeitshilfen und Vorlagen zu diesem Thema, wie zum Beipiel eine Vorlage zur Lieferantenauskunft.
Häufige Fragen zur Lieferantenauswahl
Was versteht man unter Lieferantenauswahl?
Unter Lieferantenauswahl versteht man den strukturierten Prozess, aus einer größeren Anzahl potenzieller Anbieter diejenigen Lieferanten auszuwählen, die für eine zukünftige Zusammenarbeit das beste Gesamtpotenzial bieten. Dabei werden Lieferanten anhand definierter Kriterien (z. B. Qualität, Preis, Lieferfähigkeit, Kompetenz, Risiko) objektiv verglichen, um die Leistungsfähigkeit der eigenen Produkte und Dienstleistungen sowie die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens zu sichern.
Warum ist die Lieferantenauswahl ein wesentlicher Erfolgsfaktor?
Zugekaufte Materialien, Produkte oder Dienstleistungen beeinflussen direkt die eigene Lieferqualität, Termintreue und Kostenstruktur. Eine falsche Auswahl kann zu Qualitätsproblemen, Reklamationen, Produktionsausfällen oder erhöhtem Prüf- und Steuerungsaufwand führen. Eine professionelle Lieferantenauswahl reduziert diese Risiken, stärkt die Lieferkette und verbessert die Ergebnisqualität sowie den Gewinnbeitrag.
Wie läuft eine Lieferantenauswahl typischerweise ab?
Typischerweise beginnt der Prozess mit einer Anfrage (RFQ/RFI), häufig ergänzt durch einen Lieferantenfragebogen, um das Potenzial des Lieferanten zu erfassen. Anschließend erfolgt die Bewertung anhand eines Kriterienkatalogs, ggf. mit Gewichtung der Kriterien. Auf Basis der Ergebnisse wird der Lieferant ausgewählt, Verhandlungen zu Konditionen werden geführt und – je nach Kritikalität – werden Lieferantenaudits oder Muster-/Testlieferungen durchgeführt, um Angaben zu verifizieren und Risiken zu minimieren.
Welche Kriterien eignen sich für eine objektive Lieferantenauswahl?
Eine objektive Auswahl gelingt über einen klar definierten Kriterienkatalog, der die Anforderungen des Unternehmens abbildet. Übliche Kriterien sind Qualitätsfähigkeit, Lieferperformance, Kosten/Preisstruktur, technische und organisatorische Kompetenz, Kapazitäten, Innovationsfähigkeit, Nachhaltigkeit/Compliance, Risiko- und Ausfallanfälligkeit sowie Kommunikations- und Reaktionsfähigkeit. Um den Aufwand zu begrenzen, empfiehlt es sich, eine überschaubare Anzahl (z. B. 6–10) relevanter Kriterien festzulegen und diese bei Bedarf zu gewichten.
Was ist der Unterschied zwischen Lieferantenauswahl und Lieferantenbewertung?
Die Lieferantenauswahl findet vor Beginn der Geschäftsbeziehung statt und dient dazu, aus potenziellen Lieferanten die passenden auszuwählen. Die Lieferantenbewertung dagegen überwacht und beurteilt die Leistung eines bereits ausgewählten Lieferanten während der Zusammenarbeit anhand relevanter Kriterien (z. B. Qualität, Termine, Reklamationen) und erfolgt typischerweise regelmäßig. Beide Prozesse ergänzen sich, sind jedoch in Ziel und Zeitpunkt klar voneinander zu unterscheiden.
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