Dokumentierte Information

Dokumentierte Information unterstützt eine Organisation bei der Standardisierung von Prozessen und Tätigkeiten und bietet Nachweise für deren wirksame Umsetzung. Dokumentierte Information ist in allen Managementsystemnormen vereinheitlicht In 2012 wurden in den „ISO/IEC Directives“ durch den Annex SL einige Vereinheitlichungen für Managementsystemnormen eingeführt. Neben der einheitlichen Grundstruktur (High Level Structure) wurden abgestimmte Standardtexte festgelegt und Begriffe [...] Beitrag lesen

Prozesslandkarte

Das Werkzeug Prozesslandkarte verschafft dem Betrachter einen schnellen Überblick über die Ablauforganisation eines Unternehmens. Die Prozesslandkarte bildet die Funktionsweise einer Organisation ab Diese besondere Form einer Landkarte verschafft eine detaillierte Orientierung, da mit einem Blick die wesentlichen Unternehmensaktivitäten auf oberster Ebene erfassbar sind. Dies gelingt, da die Geschäftsprozesse eines Unternehmens und ihre Wechselwirkungen grafisch dargestellt [...] Beitrag lesen

Prozess

Ein Prozess besteht aus festgelegten und standardisierten Tätigkeiten, um Eingaben mit Hilfe von Ressourcen in gewünschte Ergebnisse umzuwandeln. In einem Prozess geht es planvoll vorwärts Der Prozessbegriff leitet sich vom lateinischen „procedere“ ab, was mit „vorwärts gehen“ übersetzt werden kann. Ganz allgemein steht hinter diesem Begriff ein Verlauf, eine Entwicklung oder ganz abstrakt ein System [...] Beitrag lesen

Verfahren

Ein Verfahren beschreibt, wie ein Prozess für einen bestimmten Anwendungsfall durchgeführt werden soll, um dessen Besonderheiten zu berücksichtigen. Der kleine aber feine Unterschied zwischen Verfahren und Prozess Im Qualitätsmanagement haben wir es leider nicht ganz so leicht mit den einzelnen Begrifflichkeiten. Und dann gibt es oft noch unterschiedliche Interpretationen zu lesen, was für vollständige Verwirrung [...] Beitrag lesen

Produktaudit

Das Produktaudit zeigt im Sinne einer Momentaufnahme, ob Erzeugnisse die Anforderungen erfüllen und mit den vorgegebenen Spezifikationen übereinstimmen. Das Produktaudit findet am Ende der Prozesskette statt Ein Produktaudit zeigt das Qualitätsniveau der intern oder extern gefertigten Produkte auf. Auditieren wir die Produkte regelmäßig, lassen sich Qualitätsproblempunkte und Qualitätstrends aufzeigen und so Schwachstellen im Prozess und [...] Beitrag lesen

Prozessaudit

Prozessaudits sind ein höchst wirksames Werkzeug, um die Prozessabläufe einer Organisation zu verbessern sowie Fehlermöglichkeiten zu erkennen und zu vermeiden. Das Prozessaudit erfordert einen definierten und eingeführten Soll-Prozess Es gibt immer noch Organisationen, deren Prozesse den Charakter einer „black box“ besitzen. Zwischen dem „Input“ in den Prozess und dem „Output“ mit den Prozessergebnissen „passiert“ etwas, [...] Beitrag lesen

Auditprogramm

Das Auditprogramm enthält die relevanten Festlegungen für ein oder mehrere Audits, die für einen festgelegten Zeitraum geplant und auf einen spezifischen Zweck ausgerichtet sind. Mit dem Auditprogramm wird das Managementsystem überwacht Bei dem Auditprogramm handelt sich um ein Instrument zur systematischen Überwachung der Wirksamkeit und Konformität eines Managementsystems. In vielen Unternehmen, welche einen jährlichen Planungszeitraum [...] Beitrag lesen

ISO (International Organization for Standardization)

Die ISO – Internationale Organisation für Normung – ist die internationale Vereinigung nationaler Normungsorganisationen und erarbeitet Normen in allen Wirtschaftsbereichen mit folgenden Ausnahmen: Elektrik, Elektronik und Telekommunikation. Mittlerweile sind mehr als 150 Mitgliedsländer in der ISO vertreten. Die ISO-Normen werden in den offiziellen Sprachen Englisch und Französisch veröffentlicht. Für Übersetzungen in weitere Landessprachen sind die [...] Beitrag lesen

Fehlersammelkarte

Systematische Differenzierung von Fehlerarten und der Erfassung und Aufzeichnungen aufgetretener Fehler mit Hilfe von Strichlisten o.ä. zur Ermittlung von Fehlerschwerpunkten und der Suche nach Gegenmaßnahmen z.B. mit Hilfe der Pareto-Analyse

EQA

EQA = European Quality Award. Europäischer Qualitätspreis, der jährlich an Organisationen vergeben wird. Die Prämierung folgt einem Selbstbewertungsschema, dem EFQM-Modell, das sehr hohe Anforderungen an die „Reife“ der Organisation stellt und weit über die üblichen Qualitätsmanagementsysteme hinausgeht. Der Europäische Qualitätspreis wird von der European Foundation for Quality Management (EFQM) mit Sitz in Brüssel verliehen und [...] Beitrag lesen

DMAIC-Zyklus

Verbesserungsprojekt im Six Sigma orientieren sich an der Systematik des DMAIC-Zyklus. Dieser beschreibt das Management von Verbesserungsprojekten in fünf Phasen und ordnet den Phasen spezifische Methoden bzw. Werkzeuge zu. Die einzelnen Phasen werden im folgenden kurz beschrieben: Die Define-Phase kann durch die Frage „Was ist das Problem?“ charakterisiert werden und das Hauptziel der Phase ist [...] Beitrag lesen

Designlenkung

Der Begriff Designlenkung wurde in der früheren Version der ISO 9001, der ISO 9001:1994, im Sinne von Entwicklung benutzt. Er bezeichnet zusammengefasst alle Tätigkeiten, die im Rahmen der Entwicklung, Konstruktion, Planung und Projektierung stattfinden. Ziel der Designlenkung ist es, durch festgelegte Abläufe eine systematische, nachvollziehbare Entwicklung, Konstruktion oder Planung zu gewährleisten. Designlenkung bezieht sich auf die [...] Beitrag lesen

Beigestellte Produkte

Dieser Begriff wurde in der früheren Version der ISO 9001, der ISO 9001:1994, benutzt. Er bezeichnet eine bestimmte Form von „Eigentum des Kunden“ im Sinne des Abschnitts 7.5.4 der aktuellen Revision der ISO 9001, welches der Auftraggeber dem Auftragnehmer zur Weiterverarbeitung oder Ergänzung beistellt.

BOL, BdoL, QMB

Im Sinne der ISO 9001, Abschnitt 5.5.2 „Beauftragter der obersten Leitung“. Meist wird diese Position mit dem Begriff QMB = Qualitätsmanagementbeauftragte(r ) übersetzt. Dies ist eine besondere Funktion unterhalb der obersten Leitung, die wesentliche Verantwortlichkeiten innerhalb des Qualitätsmanagementsystems hat: Dafür zu sorgen, dass die Prozesse, die für das Qualitätsmanagementsystem erforderlich sind, eingeführt, verwirklicht und aufrechterhalten werden. [...] Beitrag lesen

Audit

Ein Audit ist eine systematische Untersuchung, um zu ermitteln, ob definierte Anforderungen erfüllt sind sowie um Schwachstellen aufzudecken und Möglichkeiten für Verbesserungen zu erkennen. Das Audit überprüft die wirksame Umsetzung der Planung in die Praxis Der Audit-Begriff leitet sich vom lateinischen „audire“ ab und bedeutet „hören“. Der wichtigste Aspekt eines Audits ist somit Fragen zu [...] Beitrag lesen

Just-In-Time

Der Begriff Just-in-Time beschreibt eine Strategie, die in der Materialbeschaffung und Produktion von einem Unternehmen verfolgt werden kann. Güter oder Bauteile werden von den Zulieferbetrieben erst bei Bedarf – zeitlich möglichst genau berechnet – direkt ans Montageband geliefert. Das Unternehmen kann so seine Lagerkosten so gering wie möglich halten, da die Materialien erst dann geliefert [...] Beitrag lesen

Kundentaktzeit

Die Kundentaktzeit (KTZ) ist eines der 3 Grundprinzipien zur Realisierung von Just-in-Time. Die KTZ ist der Zeitwert, der angibt, in welchem zeitlichen Intervall jeweils ein Produkt fertig gestellt werden muss, um die gegenwärtige Nachfrage zu befriedigen. KTZ = verfügbare Produktionszeit dividiert durch die Kundennachfrage.

Standardarbeit

Standardisierte Arbeitsabläufe haben den Zweck eine eindeutige und leicht nachvollziehbare Definition manueller Arbeit sicherzustellen, mit dem Ziel, dass jeder beliebige Mitarbeiter diese Arbeit gleich gut durchführen kann. Die Tätigkeit soll sich zyklisch wiederholen und nicht von Nebentätigkeiten unterbrochen werden. Zur Definition werden drei Dokumente benötigt: Arbeitsverteilungshauptplan (fix), Arbeitsverteilungsblatt, Standardarbeitsblatt (veränderlich nach Kundentaktzeit)

Single Piece Flow

Beim Prinzip des Single Piece Flow geht es darum, einerseits möglichst einfach, genau die gebrauchte Menge an Teilen sowohl just in time zu liefern, als auch andererseits selbst zu erhalten. Die nachgelagerte Arbeitsstation (Kunde) entnimmt der vorgelagerten Station (Supermarkt) genau die Menge, die augenblicklich benötigt wird.

Pull Production

Pull Production bedeutet, dass die vorgelagerten Arbeitsschritte nur das produzieren dürfen, was das Endmontageband nachfragt. Die Produktionssteuerung wird in der Praxis mittels des sogenannten KANBAN-Systems (z.B. prozessinterne Kanban in Form von Karten) realisiert.

Level Load

Level loading ist einem Methode zur Harmonisierung des Produktionsflusses durch einen mengenmäßigen Ausgleich und beschickt das Produktionssystem entsprechend dem genauen Bedarf des Kunden, um eine auf die Nachfrage abgestimmte Produktion zu realisieren. Im Falle des „mixed Level Load“ werden verschiedene Modelle gemischt in richtigen Mengenverhältnissen produziert. Idealerweise „zieht“ der Kunde die Produkte aus dem System.

Poka Yoke

Der japanischisch Begriff bedeutet sinngemäß übersetzt „poka = zufälliger Fehler, yoke = Vermeidung“. Poka Yoke ist eine Methode der Null-Fehler-Philosophie. Ziel ist die Vermeidung zufälliger Fehler aufgrund menschlicher Fehlhandlungen durch „narrensichere“ Einrichtungen bzw. Prozesse. Etwickelt wurde die Methode Poka Yoke 1961 in Japan von Shigeo Shingo, einem Qualitätsingenieur von Toyota. Ausgangsbasis für Poka Yoke ist [...] Beitrag lesen

Fünf S (5S)

Ziel von 5S ist es die Arbeitsplätze so zu gestalten, dass die Arbeit störungsfrei ablaufen kann, Suchen ebenso wie lange Transportwege und Wartezeiten vermieden werden und damit verschwendungsfrei gearbeitet werden kann. 5S steht für die japanischen Begriffe: Seirii – Sortiere aus Seiton – Stelle ordentlich hin Seiso – Säubere Seiketsu – Sauberkeit bewahren Shitsuke – [...] Beitrag lesen

Value Stream Mapping

Wertstromvisualisierung ist ein Verfahren, bei dem der Material- und Informationsfluss der gesamten Wertschöpfungskette, ausgehend vom Endkunden über die Produktion oder Serviceleistungen bis zu den Lieferanten, abgebildet wird. Die Optimierung des Wertschöpfungskette mittels Wertstromdesign bietet u. A. den folgenden Nutzen: Transparente Darstellung des kompletten Produktionsablaufes Erkennung von Verbesserungspotentialen bei Durchlaufzeit und Kapazität Identifikation von versteckter Verschwendung [...] Beitrag lesen

Reklamation

Als Reklamation bezeichnet man in der Regel Reaktionen der Kunden , die mit einem Produkt oder einer Dienstleistung unzufrieden sind. Reklamationen sind demnach von der Qualitätssicherung der eigenen Organisation nicht erkannt worden oder erst nachträglich, z.B. durch den Transport, entstanden. Demnach kann man Reklamationen vom Markt, soweit sie ursächlich schon während des Prozesses der Herstellung [...] Beitrag lesen

Scope

Bei der Auswahl eines Zertifizierungsunternehmens für die Zertifizierung, z.B. nach ISO 9001, ist die Zulassung des Zertifizierers und der Auditoren für die eigene Branche zu beachten. Dieser so genannte Scope wird mit Schlüsselnummern (EAC-Branchenschlüssel) angegeben. Die 39 Branchen-Scopes lauten wie  folgt: Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und Fischzucht Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden Ernährungsgewerbe [...] Beitrag lesen

Revisionsstand

Der Revisionsstand kennzeichnet einen bestimmten Änderungsstand eines Dokuments, eines Bauteils oder eines Materials. Bei einer Überarbeitung des Dokuments, Bauteils oder Materials ist der Revisionsstand eine rückverfolgbare Statusangabe zur Revisionslenkung. Es ist empfehlenswert, den Revisionsstand als fortlaufende Ziffer oder mit Buchstaben anzugeben. Bei einem Revisionsstand von 12 wir klar, dass 11 alte Fassungen vorausgehen, die dann im [...] Beitrag lesen

Prüfstatus

Der Prüfstatus bezeichnet den Zustand einer Einheit bezüglich der Frage, welche Prüfung(en) an dieser Einheit durchgeführt wurde(n) und welche Ergebnisse dabei erzielt wurden. Der Prüfstatus kann zum Beispiel wie folgt dokumentiert sein: am Produkt selbst, auf einem am Produkt angebrachten Träger, in einem Begleitpapier des Produkts, durch die Positionierung (zum Beispiel Aufstellungsort, Lagerungsort usw.) des [...] Beitrag lesen

Feigenbaum

Armand Vallin Feigenbaum ist in den USA geboren. Seine Promotion zum Thema Quality Control hat er 1951 am Massachusetts Institute of Technology (MIT) abgeschlossen. Ab 1952 war er bei der General Electric Company für Fertigung und Qualität verantwortlich. Feigenbaum hat schon 1961 auf die umfassende, ganzheitliche Bedeutung des Themas Qualität aufmerksam gemacht. Er forderte, dass [...] Beitrag lesen

Crosby

Der Mediziner und Ingenieur Ph. B. Crosby war zunächst lange Zeit als Qualitätsingenieur und Leiter des Qualitätsmanagements für verschiedene Organisationen tätig. Auf der Basis des auch heute im QM anerkannten Fehlerbegriffs (Nichterfüllung der Qualitätsforderungen) har er ein Managementkonzept entwickelt, das er „Null-Fehler-Programm“ (Zero Defects Concept) nannte. Crosby definiert Qualität als „kostenlos“. Sein Ansatz beruht auf [...] Beitrag lesen

Juran

Joseph M. Juran konnte sein Konzept, dass darauf zielte, Qualität im Produktionsprozess selbst zu erzeugen und nicht erst am Schluss durch Prüfung (Inspektion), in der amerikanischen Wirtschaft nach dem Krieg nicht umsetzen. Juran gehörte – wie Deming – zum Beraterstab von General McArthur und richtete nach dem zweiten Weltkrieg Seminare an das Top- und Mittelmanagement [...] Beitrag lesen

Deming

Der Amerikaner W. E. Deming, war ein Experte für Wirtschaftsstatistik, gehörte als Wirtschaftsberater nach dem 2. Weltkrieg zum Kommando von General McArthur, der den Aufbau der japanischen Wirtschaft steuerte. Deming plädierte damals in seinen Vorträgen – als sich die Produktionswirtschaft in einer Periode der industriellen Massenproduktion befand – innerhalb der amerikanischen Armee und dann vor [...] Beitrag lesen

Interne Kunden-Lieferantenbeziehung

Grundprinzip des modernen Qualitätsmanagements, nachdem jeder Mitarbeiter Kunde und Lieferant des anderen Mitarbeiters ist. Ishikawa erweiterte die bislang auf externe Kunden beschränkte Kundenorientierung um die interne Kunden-Lieferantenbeziehung.

QMB (Qualitätsmanagementbeauftragter)

Der Qualitätsmanagementbeauftragte entspricht dem nach DIN EN ISO 9001 zu benennden „Beauftragten der obersten Leitung“. Dessen Aufgaben umfassen: Sicher zu stellen, dass die Forderungen der Norm bei der Einführung, Überwachung und Optimierung des QM-Systems eingehalten werden. Er berichtet der Leistung über die Leistungsfähigkeit und notwendige Verbesserungen des Systems. Weiterhin ist es seine Aufgabe, in der [...] Beitrag lesen

QSV (Qualitätssicherungsvereinbarung)

Eine Qualitätssicherungsvereinbarung ist eine vertragliche Vereinbarung zwischen Lieferant und Kunde über einen oder mehrere folgender beispielhaft genannter Sachverhalte: Führen von Nachweisen durch den Lieferanten. Beurteilung des QM-Systems durch den Abnehmer. Kennzeichnung der Q-Merkmale in technischen Unterlagen. Organisation von QS-Maßnahmen in der Fertigung und in der Einsatzphase.

PPAP

Das Produktionsteil-Abnahmeverfahren(englisch: Production Part Approval Process – PPAP) ist ein Verfahren aus der QS 9000, bei dem Serienteile bemustert werden. Diese Vorgehensweise stammt aus der Automobilindustrie und wird dort seit Jahren erfolgreich umgesetzt. Durch PPAP wird eine gewisse Vereinheitlichung bei der Abwicklung von Produktbemusterungen in der Automobilindustrie und eine enge Zusammenarbeit zwischen Kunde und Lieferant erreicht [...] Beitrag lesen

Erstmusterprüfung

Erstmuster sind Produkte, die vollständig mit serienmässigen Betriebsmitteln und unter serienmässigen Bedingungen hergestellt wurden. Eine Bemusterung mit Erstmustern wird Erstmusterprüfung genannt. Die Bemusterung zur Produktionsprozess-und Produktfreigabe muss mit Erstmustern durchgeführtwerden. Die kundenseitige positive Bewertung der Erstmuster (inkl. Dokumentation) hat die Freigabe des Serienprozesses zur Folge.

cp-Wert, cpk-Wert

Die Prozessfähigkeitsindizes Cp und Cpk sind Kennzahlen zur statistischenBewertung eines Prozesses. Sie geben an, wie sicher die laut Spezifikation vorgegebenen Ziele erreicht werden. Der cp-Wert gibt das Verhältnis zwischen Toleranzbreite und der sechsfachen Standardabweichung an, so daß sich die Formel ergibt: Obere Toleranzgrenze minus untere Toleranzgrenze dividiert durch 6 Standardabweichungen. Dieser Wert wird für die [...] Beitrag lesen

CEN (Comité Europeen de Normalisation)

Das CEN (Europäisches Komitee für Normung) mit Sitz in Brüssel, Belgien, setzt sich aus den nationalen Normungsorganisationen aller europäischen Länder zusammen. Es ist als die offizielle Institution der Europäischen Union für europäische Normen (EN) in allen technischen Bereichen außer der Elektrotechnik und der Telekommunikation tätig. Für diese Bereiche sind die beiden folgenden Institutionen zuständig: CENELEC [...] Beitrag lesen

Aufbauorganisation

Vom Management erstellte Beschreibung der Festlegungen im Unternehmen zu Unter- und Überstellungsverhältnissen der Beschäftigten. Die Aufbauorganisation einer Unternehmung regelt die Zuständigkeiten für die arbeitsteilige Erfüllung der Unternehmungsaufgabe. Die Darstellung erfolgt meist in Form von Organigrammen.

Balanced Scorecard (BSC)

Die Balanced Scorecard (BSC, „ausgewogener Berichtsbogen“) ist ein Konzept (6-Phasen-System) zur Messung, Steuerung und Dokumentation der Aktitivitäten eines Unternehmens mit Blick auf seine Strategien und Visionen. Robert S. Kaplan (Professor an der Harvard Business School) und der bei der Unternehmensberatung Palladium tätige David P. Norton haben die Balanced Scorecard gemeinsam entwickelt. Ziele und Kennzahlen bilden [...] Beitrag lesen

APQP

Advanced Product Quality Planning (Produktqualitätsvorausplanung). Die Grundlagen für APQP sind in der QS-9000 sowie der ISO/TS 16949 und den 5 (ehemals 7) begleitenden Dokumenten beschrieben. APQP ist ein strukturiertes Verfahren zur Definition und Ausführung der Maßnahmen, die erforderlich sind, um sicherzustellen, dass das Produkt den Anforderungen des Kunden entspricht. Zur Durchführung der Entwicklungstätigkeiten müssen die [...] Beitrag lesen

Annahmeprüfung

Die Annahmeprüfung (acceptance inspection) ist eine Qualitätsprüfung zur Feststellung, ob ein Produkt wie bereitgestellt oder geliefert annehmbar ist. Im Rahmen von Annahmestichprobenprüfungen werdenEntscheidungen über Annahme oder Rückweisung eines Loses (Produkte, Materialien, Dienstleistungen) auf der Grundlage von Ergebnissen einer oder mehrerer aus dem Los entnommenen Stichproben getroffen. Die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Prüflos aufgrund einer Stichprobenanweisung [...] Beitrag lesen

Anforderung

Eine Anforderung ist ein Erfordernis oder Erwartung, das oder die festgelegt, üblicherweise vorausgesetzt oder verpflichtend ist. Eine Anforderung ist festgelegt, wenn diese beispielsweise in einem Dokument angegeben ist. üblicherweise vorausgesetzt, wenn deren Erfüllung für die Organisation, ihre Kunden und andere interessierte Parteien üblich oder allgemeine Praxis ist. verpflichtend, wenn deren Erfüllung die für die Organisation [...] Beitrag lesen

Akkreditierung

Der Begriff „Akkreditierung“ ist nach DIN EN ISO/IEC 17011 definiert als „Die Bestätigung durch eine dritte Seite, die formal darlegt, dass eine Konformitätsbewertungsstelle die Kompetenz besitzt, bestimmte Konformitätsbewertungsaufgaben durchzuführen.“ Das Wort Akkreditierung leitet sich aus dem lateinischen accredere = „Glauben schenken“ ab. Akkreditierungen stellen in der jetzigen Zeit sicher, dass einer unabhängigen Prüfung von Produkten, [...] Beitrag lesen

Abweichung

Unter einer Abweichung bzw. einer Nichtkonformität ist die Nichterfüllung einer Forderung an ein System, Prozess oder Produkt zu verstehen. Eine Abweichung wird in einem Abweichungsbericht dokumentiert. In einem Audit festgestellte Abweichungen werden, abhängig von deren Schwere, in Haupt- bzw. Nebenabweichungen eingestuft. Abweichungen sind ohne ungerechtfertigte Verzögerung zu beseitigen.

Zertifizierung

Zertifizierung ist die Bestätigung über die Erfüllung vorgeschriebener Anforderungen. Dabei bestätigt ein unparteiischer Dritter schriftlich, dass Produkte, Prozesse, Syssteme oder Personen vorgeschriebene Anforderungen erfüllen. Die heute bekannteste Form der Zertifizierung ist diejenige von Managementsystemen. Diese erfolgt im Rahmen eines Verfahrens, bei dem einem Unternehmen bestätigt wird, dass es über ein Qualitätsmanagement-System verfügt, das den entsprechenden [...] Beitrag lesen

Wirksamkeit

Das Ausmaß, in dem geplante Tätigkeiten verwirklicht und geplante Ergebnisse erreicht werden.

Vertragsprüfung

Vor der Vertragsunterzeichnung durch den Lieferanten ausgeführte Tätigkeiten, um sicherzustellen, dass die Qualitätsforderung angemessen festgelegt, frei von Unklarheiten, dokumentiert und durch den Lieferanten realisierbar ist.

Unternehmenskultur

Die Unternehmenskultur bezeichnet die Gesamtheit von Normen, Wertvorstellungen, Denkhaltungen, Riten, Symbolen und Umgangsformen, welche die Verhaltensweisen der Mitarbeiter und somit das Erscheinungsbild einer Unternehmung prägen.

TQM – Total Quality Management

TQM bezeichnet ein umfassendes Qualitätsmanagement, d.h. eine auf der Mitwirkung aller Mitarbeiter beruhende Managementmethode, die Qualität in den Mittelpunkt stellt und durch Zufriedenstellung der Kunden auf langfristigen Geschäftserfolg sowie auf Nutzen für das Unternehmen und für die Gesellschaft zielt. Gesichtspunkte sind die Mitwirkung auf allen Hierarchieebenen des Unternehmens und die überzeugende und nachhaltige Führung der [...] Beitrag lesen

Systemaudit

Ein Systemaudit überprüft das Managementsystem einer Organisation auf Normkonformität und Verbesserungsmöglichkeiten. Das Systemaudit betrachtet das vollständige Bild Das Systemaudit dient der Beurteilung des gesamten Managementsystems. Dabei wird in einer systematischen und unabhängigen Untersuchung zunächst die Dokumentation des Managementsystems einschließlich aller Anweisungen auf angemessene Übereinstimmung mit dem zugrunde liegenden Regelwerk (z. B. einer Norm) überprüft. Anschließend [...] Beitrag lesen

Rückverfolgbarkeit

Rückverfolgbarkeit bezeichnet die „Möglichkeit, den Werdegang, die Verwendung oder den Ort einer Einheit anhand von Aufzeichnungen rückverfolgen zu können“. Ein funktionierendes System zur Rückverfolgbarkeit setzt das zielgerichtete Identifizieren mit einer eindeutigen Kennzeichnung voraus.

Organigramm

Ein Organigramm ist die grafische Darstellung der Aufbauorganisation einer Organisation, d.h. deren Einheiten, Hierarchieebenen, Positionen, Aufgaben- und Auftragsverteilungen. Zur Visualisierung von Organigrammen werden Symbole verwendet. Ausführende Stellen (Linienstellen) werden typischerweise als Rechteck, unterstützende Stellen (Stabstellen) als Kreise und die Verbindungen als durchzogene Linien dargestellt. Auskünfte über folgende organisatorische Sachverhalte sind in einem Organigramm enthalten: Hierarchische [...] Beitrag lesen

Normal

Messverkörperung, Referenz, Messgerät oder Messeinrichtung mit dem Zweck, eine Maßeinheit darzustellen, zu bewahren oder zu reproduzieren, um diese an andere Messgeräte durch Vergleich weiterzugeben.

Merkmal

Ein Merkmal ist eine kennzeichnende Eigenschaft eines Objektes. Man unterscheidet zwei Arten von Merkmalen: Qualitative und quantitative Merkmale. Quantitative Merkmale werden gemessen oder gezählt. Die Merkmalsausprägungen werden als Zahlenwerte plus Einheit angegeben. Qualitative Merkmale sind Merkmale, die in Worten oder in Zahlen beschrieben werden können.

Lieferantenbewertung

Die Lieferantenbewertung dient im Rahmen des Lieferantenmanagements als Controlling-Instrument, um die Kunden-Lieferantenbeziehung kontinuierlich zu verbessern und weiter zu entwickeln.Der Lieferantenbewertung folgt eine Klassifizierung der Lieferanten, sowie daraus abgeleitete Konsequenzen.

Prüfmittel

Prüfmittel sind Überwachungs- und Messmittel, die direkt oder indirekt zur Prüfung der Qualität von Produkten oder Dienstleistungsprozessen genutzt werden. Diese Prüfmittel müssen zur Darlegung der Erreichung der Konformität des Produktes oder Dienstleistungsprozesses und zur Sicherstellung einwandfreier Prüfergebnisse überwacht, d.h turnusmäßig oder vor der Verwendung kontrolliert werden.

Kalibrierung

Beim Kalibrieren wird in der Regel die Differenz zwischen Ist-Wert (Anzeige) und Soll-Wert (wirklicher Wert) ermittelt. Kalibrieren ist die Ermittlung der systematischen Messabweichung einer Messeinrichtung ohne ihre Veränderung. Nach Reparaturen und Wartungsarbeiten muss immer eine Kalibrierung erfolgen. Die zur Kalibrierung verwendeten Normale müssen rückführbar auf nationale Normale sein. Werden bei der Kalibrierung von Mess- bzw. [...] Beitrag lesen

Ishikawa

Das Ishikawa-Diagramm (auch Ursache-Wirkungs- oder Fischgrät-Diagramm genannt) ist eine einfache Technik zur Problemanalyse, bei der Ursache und Wirkung voneinander getrennt werden. Die möglichen und bekannten Ursachen (Einflüsse), die zu einer bestimmten Wirkung (Problem) führen, werden in Haupt- und Nebenursachen zerlegt und in einer übersichtlichen Gesamtbetrachtung graphisch strukturiert. Auf diese Weise können sowohl negative als auch [...] Beitrag lesen

Histogramm

Ein Histogramm ist eine graphische Darstellung der Häufigkeitsverteilung skalierter Meßwerte. Im Histogramm werden direkt nebeneinanderliegende senkrechte Balken in der Breite der jeweiligen Klasse gezeichnet, deren Flächeninhalte die (relativen oder absoluten) Klassenhäufigkeiten darstellen. Die Höhe jedes Balkens bildet die (relative oder absolute) Häufigkeitsdichte ab.

Gemba

Japanisch: Ort des Geschehens. Mit Gemba bezeichnet man den Arbeitsplatz im Sinne des Ortes, an dem wertschöpfende Prozesse im Unternehmen stattfinden und an dem die Probleme auftauchen, z. B. am Arbeitsplatz in der Produktion.

FMEA – Failure Mode and Effect Analysis

Mit Hilfe der FMEA (Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse) wird das Zusammenwirken von Einzelkomponenten untersucht, indem die potenziellen Ursachen und Auswirkungen von möglichen Fehlern ermittelt werden. Im Rahmen des Qualitätsmanagements wird die FMEA verwendet, um das entstehende Risiko durch das Auftreten von Fehlern zu minimieren. Die Analyse ermöglicht die Erkennung von eindeutigen Ursache-Wirkungs-Ketten, das Auffinden wichtiger Fehler [...] Beitrag lesen

EFQM

Die EFQM (European Foundation for Quality Management) ist eine globale, gemeinnützige Mitglieder-Organisation mit Sitz in Brüssel. Die mehr als 500 Mitglieder aus 55 Ländern und 50 Geschäftsfeldern bieten Organisationen eine einmalige Plattform, voneinander zu lernen und die Leistung zu verbessern. Der Hauptgegenstand der EFQM ist das „EFQM Model for Business Excellence“, das zugleich auch die Basis [...] Beitrag lesen

DIN – Deutsches Institut für Normung e. V.

Das Deutsche Institut für Normung e. V. ist die nationale Normungsorganisation der Bundesrepublik Deutschland. Das DIN vertritt die nationalen Interessen in Europa und weltweit und verschafft den deutschen Experten Zugang zu Entscheidungsprozessen in den übernationalen Normungsgremien.

CAQ – Computer Aided Quality Assurrance

Unter CAQ wir die Computerunterstützte Qualitätssicherung wie Planung und Durchführung von qualitätsbezogenen Maßnahmen im Unternehmen verstanden. Dabei wird der gesamte Produktentstehungsprozess begleitet, der  alle direkten und indirekten Produktionsbereiche einbezieht. Beispielhafte CAQ Elemente: Prüfplanung, Wareneingangs und -ausgangsprüfung, Lieferantenbewertung, Fertigungsprüfung (incl. Dokumentation), Prüfmittelverwaltung/ -fähigkeit, Reklamationsmanagement (8-D Report), FMEA(Fehler-Möglichkeits-und Einfluss-Analyse), Controllplan/APQP (Qualitätsvorausplanung), Erstmusterprüfberichte, Auditmanagement, …

Benchmarking

Benchmarking ist ein Instrument der Wettbewerbsanalyse zur Bewertung der eigenen Leistungen im Vergleich mit der Leistung von Marktpartnern.  An diesen kann sich das Unternehmen dann orientieren, die eigene Situation anpassen und somit die betroffenen Geschäftsprozesse optimieren. Abhängig von der Ausprägung des Bennchmarks kann dieser sich beispielsweise auf eine bestimmte Kennzahl beziehen, an der sich Unternehmen [...] Beitrag lesen

Qualität

Wünsche schaffen Qualität. Wenn Sie einen repräsentativen Stift kaufen wollen, werden Sie sich wahrscheinlich überlegen, wie der Stift beschaffen sein sollte. Sie haben zum Beispiel Wünsche zur Farbe des Stiftes und zu dessen Schriftbild, zur Form und Oberfläche, zur Handlichkeit. Sie haben verständlicherweise die Erwartung, dass all diese Wünsche erfüllt werden. Qualität ist also kein [...] Beitrag lesen

Zuverlässigkeit

Unter Zuverlässigkeit wird der zeitdauerbezogene Aspekt des Qualitätsbegriffes verstanden, der das Verhalten einer Einheit während einer definierten Zeitspanne, bei vorgegebenen Einsatz- bzw. Anwendungsbedingungen, betrifft.

Ablauforganisation

Die Ablauforganisation defininiert betriebliche Prozesse hinsichtlich des zeitlichen Ablaufs. Mit der Ablauforganisation sollen die Arbeitsprozesse und Teilaufgaben, die nacheinander oder nebeneinander ablaufen, optimal aufeinander abgestimmt werden. Die Darstellung erfolgt meist in Form von Flussdiagrammen.