ISO 9001:2015

Der Weg zur neuen ISO 9001:2015

Die ISO 9001:2015 ist die „Urkunde der Globalisierung“

Ein Grund dafür, dass die ISO 9001 seit nunmehr 25 Jahren in großem Umfang angewendet wird, mag darin bestehen, dass diese sich zu einem sehr systematischen, verständlichen Ansatz über Branchen, Unternehmensgrößen und Kulturen hinweg entwickelt hat, der in vergleichsweise offener Form grundsätzliche Forderungen aufstellt, die Unternehmen in die Lage versetzen, erfolgreich die Erwartungen ihrer Kunden zu erfüllen.

Die vorherige Revision DIN EN ISO 9001:2008 und der Handlungsbedarf

Die letzte Änderung, vor der Veröffentlichung der ISO 9001:2015 stammt aus dem Jahr 2008 und enthielt nur wenige neue Punkte. Da sich die Rahmenbedingungen der Organisationen seitdem stark verändert haben, musste sich auch die ISO 9001 weiterentwickeln. Die weltweit über 80.000 Eingaben, die im Rahmen Überarbeitungsprozesses bei dem verantwortlichen Komitee eingegengen sind, zeigten das rege Interesse und die große Aufmerksamkeit der Fachwelt. Ein wesentliches Ziel der ISO ist die Schaffung einer allgemeinen Grundstruktur für alle zukünftigen Management-System-Standards, um deren Verzahnung zu erleichtern und Doppelarbeit zu vermeiden. Dabei sollen möglichst identische Begriffe, Definitionen und Texte verwendet werden, die das Verständnis der Normen erleichtern sollen. Da die ISO 9001:2008 immer noch stärker auf produzierende Unternehmen ausgerichtet war, wurde die ISO 9001:2015 für Unternehmen im Dienstleistungsbereich leichter anwendbar gestaltet.

Akteure und Informationsquellen der „Normenpflege“

Die Internationale Organisation für Normung (ISO) überträgt die Erarbeitung einzelner Normen üblicherweise auf sogenannte Technische Komitees (TC). Für den Themenbereich Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung zeichnet das TC 176 verantwortlich. Hier finden Sie einen Katalog der aktuell durch das TC 167 betreuten Normungsprojekte.

Die Revision der ISO 9001 betreut das Unterkomitee ISO/TC176/SC2. Die zugehörige Arbeitsgruppe (WG 24) besteht aus internationalen Experten, die von ihrer nationalen Normungsorganisation oder einem Verbindungsmitglied der ISO (normalerweise Industrieverbände) benannt wurden. Auf der Homepage des Sektorkomitees SC2 finden Sie weitere Detailinformationen zum aktuellen Stand der Revision von ISO 9001.

Die Verantwortlichkeit für die nationale Normung im Fachgebiet Qualitätsmanagement trägt der DIN-Normenausschuss Qualitätsmanagement, Statistik und Zertifizierungsgrundlagen (NQSZ). Als Spiegelgremium vertritt der NA 147-00-01 AA die deutschen Interessen bei der europäischen und internationalen Normung im Bereich Qualitätsmanagement.

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