Managementbewertung

Eine Managementbewertung ist ein wichtiger Bestandteil aller Managementsysteme, die konform zu den Managementsystemnormen auf Basis der Vorgaben der High Level Structure (HLS) der International Organization for Standardisation (ISO) sind. Die Bewertung ist auch bekannt als Management-Review. Es handelt sich dabei um eine systematische Überprüfung des Managementsystems durch die oberste Leitung einer Organisation, um zu bewerten, ob das Managementsystem geeignet, angemessen und wirksam ist. Eine Managementbewertung ist in geplanten Abständen durchzuführen.

Diese Vorteile bringt eine regelmäßige Managementbewertung

Neben der expliziten Forderung der jeweiligen Norm, sprechen unter anderem die folgenden Gründe für die Managementbewertung:

  • Kontinuierliche Verbesserung:
    Sie hilft sicherzustellen, dass das Managementsystem kontinuierlich verbessert wird.
  • Risikobewertung:
    Sie kann dazu beitragen, Risiken zu identifizieren und zu bewerten, die das Managementsystem und die Geschäftsprozesse beeinträchtigen können.
  • Normkonformität bzw. Compliance:
    Sie hilft sicherzustellen, dass das Managementsystem den geltenden Normen, Vorschriften und Gesetzen entspricht.
  • Beteiligung:
    Sie hilft die relevanten Führungsebenen einzubinden und fördert den Austausch über relevante Fragen des Managementsystems.
  • Unternehmenskultur:
    Sie kann dazu beitragen, Kultur und Bewusstsein zu fördern, indem sie die Bedeutung des Managementsystems für die Gesamtorganisation, aber auch für jede Person hervorhebt.
Managementbewertung
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Das Review muss dezidierte Aspekte berücksichtigen

Damit die Bewertung die Fähigkeit des Managementsystems unterstützt und die richtigen Themen analysiert, fordern die Managementsystemnormen explizite Eingaben und festgelegte Ergebnisformate.

Hier sind einige der wichtigsten Aspekte, die als Eingabe in eine Managementbewertung einbezogen werden sollten:

  • Status vorhergehender Bewertungen
  • Veränderungen externer oder interner Themen
  • Fakten zur Leistung und Wirksamkeit des Systems (Rückmeldungen, Zielerfüllungsgrad, Prozessleistung, Nichtkonformitäten, Ergebnisse von Überwachungen und Messungen, …)
  • Auditergebnisse
  • Leistung externer Anbieter
  • Risiko- und Chancenmanagement
  • Ressourcen
  • Verbesserungspotenziale

Die Normen fordern typischerweise Schlussfolgerungen und Entscheidungen, mit Folgerungen für die strategische Ausrichtung der Organisation, zu folgenden Punkten:

  • Möglichkeiten der fortlaufenden Verbesserung
  • Änderungsbedarfe zur Verbesserung der Integration der Managementsysteme mit anderen Geschäftsprozessen
  • Ressourcenbedarf
  • Maßnahmen bei Nichterreichen der Ziele

Bewertungsergebnisse müssen in die Tat umgesetzt werden

Typischerweise sind die vorher genannten Entscheidungen mit Maßnahmen verbunden. Die erforderlichen Aktivitäten sind in einen Maßnahmenplan zu überführen. Punkte einer professionellen Maßnahmenliste sind zum Beispiel:

  • Wer für die Umsetzung verantwortlich ist.
  • Bis wann die Maßnahme umzusetzen ist.
  • Erledigungsstand der Maßnahme.
  • Welche Ressourcen dafür erforderlich sind.
  • Überwachung der Wirksamkeit der Maßnahme.

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Häufige Fragen zur Managementbewertung

Was ist eine Managementbewertung (Management-Review) und wozu dient sie?
Eine Managementbewertung (auch Management-Review) ist die systematische Überprüfung des Managementsystems durch die oberste Leitung. Ziel ist es zu bewerten, ob das Managementsystem weiterhin geeignet, angemessen und wirksam ist, und ob es zur strategischen Ausrichtung der Organisation passt. Damit ist die Managementbewertung ein zentrales Führungsinstrument, um Leistung, Risiken, Compliance und Verbesserungsbedarf strukturiert zu beurteilen.
Wie oft muss eine Managementbewertung durchgeführt werden?
Managementsystemnormen auf Basis der Harmonized Structure (HS) verlangen eine Durchführung in geplanten Abständen. Die konkrete Frequenz legt die Organisation selbst fest, typischerweise abhängig von Risikolage, Veränderungen im Unternehmen, Ergebnissen aus Audits, Reklamationslage und Zielerreichung. Wichtig ist, dass das Review regelmäßig stattfindet und bei wesentlichen Änderungen zusätzlich anlassbezogen durchgeführt werden kann.
Welche Eingaben (Inputs) müssen in einer Managementbewertung berücksichtigt werden?
Die Normen fordern definierte Eingaben, damit die Bewertung die Leistungsfähigkeit des Systems realistisch abbildet. Übliche Inputs sind der Status vorheriger Reviews, Veränderungen interner und externer Themen, Kennzahlen zur Wirksamkeit und Leistung (z. B. Zielerreichung, Prozessleistung, Nichtkonformitäten, Mess- und Überwachungsergebnisse), Auditergebnisse, die Leistung externer Anbieter, Risiken und Chancen, Ressourcenlage sowie identifizierte Verbesserungspotenziale.
Welche Ergebnisse (Outputs) muss eine Managementbewertung liefern?
Eine Managementbewertung muss zu nachvollziehbaren Schlussfolgerungen und Entscheidungen führen. Typische Outputs sind festgelegte Verbesserungsmöglichkeiten, Änderungsbedarfe zur besseren Integration des Managementsystems in Geschäftsprozesse, Entscheidungen zum Ressourcenbedarf, Maßnahmen bei Nichterreichen von Zielen sowie die strategische Ausrichtung in Bezug auf das Managementsystem. Entscheidend ist, dass diese Ergebnisse dokumentiert und zur Steuerung des Systems genutzt werden.
Wie stellt man sicher, dass die Ergebnisse der Managementbewertung wirksam umgesetzt werden?
Die Wirksamkeit entsteht erst durch konsequente Umsetzung. Dafür werden die Entscheidungen in einen Maßnahmenplan überführt, der Verantwortlichkeiten, Fristen, benötigte Ressourcen, Statusverfolgung und Wirksamkeitskontrollen enthält. Eine professionelle Nachverfolgung – inklusive regelmäßiger Reviews des Umsetzungsstands – stellt sicher, dass Verbesserungen tatsächlich realisiert werden und das Managementsystem messbar weiterentwickelt wird.